Posts mit dem Label Wettkampf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wettkampf werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. Juli 2014

Gedanken zur Verpflegung

Jeder hat so seine Gedanken zur Verpflegung vor und während des Rennens.
Mein Plan für das Essen vor dem Rennen war der:

Start-2h: Zwei Semmeln mit Marmelade. Evtl. ein bischen Butter.
Start-1h: Eine Banane und ein Müsliriegel
Start-20min: Ein Gel

Der Verpflegungsplan während des Rennens bzw. an der Verpflegungsstation war:

Grundsätzlich zwei Flaschen Iso und eine Wasser am Rad haben. Auch habe ich 6 Gels und einige Salzkapseln am Rad, damit ich Engpässe an der Station kompensieren kann.

Angefangene Flaschen am Anfang der Verpflegungsstation wegwerfen. Dann Iso aufnehmen, ein Stück Banane, zwei Gels, evtl. Wasser. Banane gleich essen. Gels auf dem Weg zur nächsten Station nehmen. Alle 40 km eine Salzkapsel nehmen. Versuchen beide Iso-Flaschen bis zur nächsten Station leer zu trinken. Wasser bei großer Hitze auf Brust, Kopf, Rücken gießen/spritzen.

Klingt einfach. Erfordert speziell auf der zweiten Radrunde richtig Disziplin, denn da mag ich schon bald keine Gels mehr sehen.

Für die Verpflegung während des Laufens habe ich den folgenden Plan entwickelt:
Kurz vor der Verpflegungsstation das Gel nehmen. An der Station mit Iso runterspülen. Und mit Wasser den Mund ausspülen (Irgendwann wollte ich kein Süßkram mehr, sondern Steak und Bier). An den (hinteren) Stationen, wo Erdinger angeboten wurde, habe ich Wasser durch Erdinger ersetzt. Kam gut für meinen Magen. Die Hühnerbrühe habe ich auch gut vertragen.

Montag, 21. Juli 2014

Raceday - Postrace

Das war hart. Der Schlusspurt mit 5:30 hat es dann gemacht. Ich habe eine weiße Nase und lasse mich von einer freundlichen Helferin umsorgen. Sie soll eingentlich nur aufpassen, dass ich nicht umklappe. Tue ich nicht, aber sicher ist sicher. Sie hilft mir zum Erdinger-Stand. Endlich kein Iso mehr. Dann schaffe ich es ins Verpflegungszelt. Hier allerdings nimmt mein Kreislauf eine Auszeit. Ich lege mich flach auf eine Bank. Sanitäter brauche ich keinen, auch wenn die sicherlich noch eine Infusion für mich übrig hätten.
Einige Zeit später kann ich wieder sitzen. Und mir einen Becher Suppe holen. Das ist besser. Der Bauch wird warm, aber der Körper zeigt Fröstelerscheinungen. Also tappe ich los, meinen Wechselbeute zu holen und Duschen zu gehen. Das warme Wasser tut gut und ich genieße es. Wasser aus und kalt wird es - richtig kalt. So kontrolliert und schnell wie möglich versuche ich in meine Klamotten zu kommen. Und es wird wieder wärmer. Dann suche ich mir ein Bank und rufe die Familie an, die das ganze Spektakel via Internet verfolgt hat. Ich habe einen echt harten Challenge Roth geschafft - überlebt - gefinisht.
Zwei Becher Suppe später geht es mir deutlich besser. Und ich schau mir das Feuerwerk an. Die Tenöre singen und ich mache mich im aufkommenden Nieselregen auf den Weg zur Wechselzone, um Fahrrad und Beutel zu holen. Dort wartet auch der Bus, der mich und viele andere zurück zum Start bringt, wo mein Zelt steht. Ich schlafe schnell ein und tief.

Raceday - Laufen

Ich bin auf der Laufstrecke. Zugegeben ich kenne sie nicht, aber verlaufen werde ich mich wohl nicht. Ich laufe bewußt langsam an und komme langsam auf das angepeilte Renntempo. Es geht raus zur Lände. Irgendwo da steht Burkhard, mein Schwager, und ruft mir zu. Ich rufe zurück und laufe weiter. Schön, dass doch jemand rausgekommen ist. Die Hitze hat meine Supporter ziemlich abgeschreckt. Und dann bin ich am Kanal. Und es kommt der Hammer. Nach ca. 7 km werde ich langsamer und langsamer. Eine Kombination aus Gehen und Joggen. Das soll kein Wandertag werden! Aber der Motor dreht maximal noch mit 150 Touren. und so sinkt mein Tempo auf 7:00 bis 7:30. Nicht witzig. Durchhalten. Und es zieht sich. Nebenbei sei bemerkt, dass der Himmel immer gewittriger aussieht. Verpflegungsstation, weiter. Verpflegungsstation zwei, "Gel bitte, aber nicht Banane". Das wird mein Standardspruch. Ich selbst oder die Helfer kamen im Körbchen nach Gels. Orangengeschmack ist ok. Bei Banane hebt es mich, das kommt nicht gut.Schleuse Schwand, Hinein nach Schwand. Zum zweiten Wendepunkt in Schwand geht es ein Stück bergauf. Muss das sein? Und dann wieder zum Kanal. Den Anstieg hinauf. Ich gehe, geht nicht besser. Und wieder am flachen Kanal. Jetzt habe ich vollen Blick auf das Wetter. Es wird ein Gewitter durchziehen. Das erschreckt mich nicht. Ich freue mich über jeden Regentropfen, der mich abkühlt. Ich hangle mich von Kilometerstein zu Kilometerstein, von Verpflegungsstation zu Verpfegungsstation. Da kommt bei ca. Kilometer 18 der Fahrrad für den letzten Läufer. Das macht mir nur kurz Sorge. Ich laufe weiter. Und es ist hart. Und es regnet richtig schön, nur dass ich die aufgeweichten Wege und Pfützen nicht so mag. Wieder an der Lände. Halbe Strecke geschafft. Langsam habe ich das Gefühl, dass es machbar ist. Und das Gefühl wächst auf den nachfolgenden Kilometern. Und meine Geschwindigkeit auch. Ich bin eher mit einem 7:00 Tempo unterwegs. Und so schlecht kann es mir nicht gehen, denn ich fange an zu rechnen. Bis 21:00 Uhr schaffe ich es nicht mehr. Die 12:xx Stunden werde ich auch nicht erreichen, aber für ein Daylight-Finish sollte es reichen. Yeah. Das wird mein Ziel.
Vom Kanal geht es weg nach Eckersmühlen, über die Kanalbrücke zum letzten Wendepunkt und zurück. Jetzt geht es heim. Ich vergleiche die Reststrecken mit meinen Trainingsrunden. Und die Runden werden immer kleiner. Und die Lände kommt in Sicht. Dann geht es links. Der Anfang vom Ende. Auf nach Roth. erst den Waldweg hinaunter. Ich nutze den Schwung. Das der kurze Anstieg in den Ort hinauf. Der ist nochmal gemein. Oben an der Kreuzung steht ein Bekannter und feuert mich an. Ja, jetzt sind es noch ca. 3 km. Dafür ziehen wir uns normalerweise nicht einmal die Schuhe an.Und in die Schleife in Roth. Leider ist der Platz ziemlich ausgestorben. Das Gewitter hat die Zuschauer verscheucht. Dann geht es nich einmal leicht ansteigend zurück. Daylight-Finish! Der Gedanke gibt mir irgandwie Energie, auch wenn ich sie kaum spüre. Ich sehe nur auf dem Garmin, dass ich schneller werde. Dann ist es nur noch 1 km. Ich rück die Startnummer zurecht und lasse es laufen. Es geht immer schneller! Dann bin ich am Anfang vom Zielkanal. Menschenmengen trotz Regenwetter. Ich werde schneller und schneller. Dann laufe ich ins Stadion ein und drängle mich an einer Staffel vorbei. Fantastisch. Zielbogen. Runterbremsen. Stoppuhr drücken.
DAYLIGHT-FINISHER

Raceday - Radfahren

Rauf auf's Rad. Es geht los. 180 km bei zunehmender Hitze. Als erstes stört mich ein rythmische Klacken. Noch in der Auffahrt zur Brücke bleibe ich stehen und versuche das Geräusch zu lokalisieren. Fehlanzeige. Rüber über die Brücke und weiter. Das Geräusch verschwindet nicht. Immerhin werden die Straßen weiter. 180 km erstrage ich das nicht! Auf der Straße nach Eckersmühlen gibt es Platz und eie "Parkbucht". Hier halte ich an und schaue. Eigentlich hann es nur der Magnet für die Drehzahlmessung sein. Kurz gefummelt und weiter. Treffer, das war's. Das Geräusch ist weg und ich ziehe los. Nach Eckersmühlen überrundet mich Yvonne van Vlerken. Ich habe kein Problem damit und freue mich sie in Aktion zu sehen. Das letzte Mal habe ich sie vor Jahren im Kraichgau gesehen.
Die Kilometer laufen den Tacho hinunter. Verpflegungsstelle folgt auch Verpflegungsstelle. Ich bekomme Übung im Wasser, Iso, Gel und Bananen aufnehmen. Greding ist schnell da, rauf geht es auf den Berg. Und weiter. Oben auf der Höhe wünsche ich mir ein bischen Wind. Ein klitzekleines bischen. Pustekuchen. Der Solarer Berg ist ein besonderes Erlebnis, ich versuche mich nicht hinaufschreien zu lassen.
Runde zwei. Es wird einsamer.Die Helfer an den Verpflegungsstationen sind immer noch begeistert dabei. Ein tolles Gefühl. Viele Zuschauer feuern die Athleten an. Das ist richtig schön. Ein zweites Mal Greding. Der Kalvarienberg. Geht aber. Gut. Ein Pläuschchen mit einem anderen Fahrer über die Zielverpflegung, die hoffentlich irgendwann kommt.
Was jetzt kommt ist allerdings anders: Immer häufiger fahren die Sanitäter. Immer häufiger sehe ich Mitstreiter unter Bäumen nach Schatten suchen, um sich abzukühlen. Es ist brutal. Mindestens 32° C. Jemand sagt mir, das das Thermometer in seinem Radcomputer stellenweise 38° C angezeigt hat. Das ist irre. Und ich fahre mit knapp unter 30 km/h die Strecke runter. Auf dem Weg Richtung Hilpoltstein sehe ich zwei Radfahrer verknotet am Boden liegen. Hilfe ist sichtbar unterwegs, also fahre ich weiter, sage aber den beiden Feuerwehrleuten an der nächsten Abzweigung (war nur 1 km) trotzdem Bescheid. Solarer Berg, die zweite. Es ist deutlich ruhiger geworden. Trotzdem - und fast noch herzlicher - feuern die Zuschauer mich an. Dann geht es zum letzten Mal über die Brücke am Kanal. Laufen lassen. Rollen. Ab nach Roth. Trinken. Gels. Beine Locker machen, auch wenn es noch knapp 10 km sind. Wechselzone. Runter vom Rad. Keine Eile, bei mir geht es nicht um Sekunden. Eine freundliche Helfering drück mir meinen Beutel in die Hand und ich verschwinde im Zelt. Strümpfe anziehen und glatt ziehen. Rein in die Schuhe und den anderen Kram in den Beutel packen. Und jetzt noch ins Dixi. Viel kommt nicht. Der Körper spart Wasser. Langsames Anlaufen zum Ausgang der Wechselzone und der nächsten Matte.

Raceday - Schwimmen

Es ist der Tag der Tage. Der längste Tag? Ich lasse es auf mich zukommen. 5:45 Uhr piept die Armbanduhr. Das waren fast 7 Stunden Schlaf, dass sollte so in Ordnung gehen.
Ich starte um 7:50 Uhr in Welle 14. Da ist noch Zeit hin, aber nicht zu viel, auch wenn ich nur 300 m zur Start und WZ1 habe. Reifen auf Druck bringen, Flaschen füllen, Verpflegung am Fahrrad verstauen. Salzkapseln nicht vergessen. Zurück zum Zelt. Alles verstauen und bereit machen für die Rückkehr in der Nacht. Für den Profi-Start reicht es nicht, aber allemal für deren Einlauf in die Wechselzone. Es ist ein in besonderes Gefühl, wenn die Welt-Top-Stars in anderthalb Meter Abstand durch den Kanal nach dem Wechselzelt zu ihren Fahrrädern laufen. Wow!
Stefan, ein Nachbar, startet auch in der Gruppe 1 und kommt aus dem Wechselzelt. Ich rufe ihm zu, er soll laufen. Er registriert mich und schaut, dass er weiterkommt. Später wird er mit 10:40 Stunden finishen.
Dann  ist es höchste Zeit für mich. 15 Minuten noch. Ein kurzer und hefter schub Emotion durchläuft mich. Worauf habe ich mich eingelassen? Neoprene anziehen, Arme kreisen. zum Vorstart-Bereich gehen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Dann sind die Füße im Wasser, es kann losgehen. Ich positioniere mich am Ufer und nicht zu weit vorne. Ich mag keine Schlägereien.
Die Kanone knallt. Ich starte den Garmin und los geht es. Ich will gleichmäßig schwimmen und nicht zu schnell angehen. Das war meine große Sorge, aber mein Plan geht auf. Nach den ersten Metern habe ich mein Tempo und halte es. An der ersten Boje bin ich genau im Plan. Perfekt. Jetzt kommt die lange Gerade zurück. Ja es zieht sich. Daher spiele ich Spielchen mit anderen Schwimmern. Positionskämpfe? Niemals. Ich mache mein Ding. Aber es lenkt ab, wenn man die anderen beobachtet. Dann kommen die Staffel-Schwimmer auf der Gegenbahn. Mal sehen, wann sie mich einholen. Kurz vor der zweiten Brücke kontrollieren ich meine Zeit. Im Plan. genial. eine Art Hochgefühl macht sich breit. Ich weiß, dass ich das Ding durchziehe.Zweite Boje - eng genommen, da niemand anderes da. Jetzt geht es heim, ab zu WZ1. Auf halben weg zwischen Boje und Ausstieg kommt der erste schnelle Staffelschwimmer und zieht an mir vorbei. Ja, die sind einfach doppelt so schnell, aber was soll's. Noch 5 andere und dann bin ich dran. Helfende Hände "schleudern" mich aus dem Wasser auf festen Grund. Ich stehe ohne Probleme (positiv!) und suche meinen Wechselbeutel. Kurzes Innehalten. Eine Helferin fragt, ob sie helfen kann. Dann habe ich ihn gefunden. Rein ins Zelt, raus aus dem Neo und ab zum Fahrrad. Yeah.

Nur noch wenige Stunden

Der Tag davor. Es ist Samstag. Ich habe meine Sachen gepackt und mich auf den Weg nach Roth gemacht. Ich will auf der Zeltwiese übernachten, da habe ich es nicht weit zum Start und muß nach dem Rennen nicht noch nach Hause fahren (auch wenn es nur ca. 45 Minuten wären).

Anschließen mache ich mich dran, nochmal ein bischen zu Radeln und Laufen. Zwanzig Kilometer auf dem Rad sollten genug sein und - es wird schon wieder warm - schlappe 5 km Laufen.
Dann checke ich mein Fahrrad ein und gebe den Beutel für die Laufklamotten ab.
Jetzt ist Zeit nochmal über die Triathlon-Messe zu spazieren...
.. den Zielbereich zu besichtigen und an der Wettkampfbesprechung teilzunehmen. Ordentlich zu Abend essen.
Der Tag davor klingt aus mit einem Besuch der ersten Wechselzone und netten Zelt-nachbarlichen Gesprächen.


Aufregung? Ja und nein. Ich bin nicht sicher, ob ich aufgeregt bin. Ich mache die Dinge, die ich vor jedem Triathlon mache. Routiniert, Checkliste abarbeiten, doppelt checken.

Freitag, 18. Juli 2014

Checkin

Ich bin WEG! Raus aus dem Büro. Je weiter ich mich davon entferne, desto mehr rückt das Ereignis Roth in mein Bewußtsein. Und damit kommt eine Entspannung, Anspannung und auch das Gefühl auf der Handbremse zu sitzen. Es  muss jetzt endlich losgehen. Gleichzeitig ist mir himmelangst, denn das Wetter wird brutal: 30 Grad plus. Das wird mörderisch. Ich habe gehört, dass auf der Laufstrecke zusätzliche Wasserstellen aufgebaut werden sollen.
Das Abholen der Startunterlagen ging zügig und professionell. Mein Chip war auch in Ordnung.
 

Das Ziel ist noch im Aufbau begriffen. Hier will ich Sonntag Abend feiern!
 Die Wechselzone 1 ist schon fast fertig.
Und - wie sollte es anders sein - der Andrang zur Pasta-Party war riesengroß.
Jetzt muss ich nur noch mein Material nach Roth transportieren und dann kann es losgehen.
Ich bin dann mal WEG!

Montag, 14. Juli 2014

Countdown

So langsam wird es heiß. Noch 5 Tage ... Ich habe keine Lust mehr auf Training. Ich mache nur noch nach Lust und Laune, wie es mir in dem Kram passt. Auf keinen Fall viel, aber immer mit "der" Intensität. Und überall zwickt und zwackt es. Da trainiert man monatelang und jetzt ... es ist wohl die Nervosität vor dem Start. Ich gebe zu, ich bin nicht ganz frei davon. Im Büro fällt es mir auch immer schwerer, mich zu konzentrieren. Und am Freitag bin ich Punkt 15:00 WEG. Ganz weit WEG. Bis dahin hoffe ich, dass die Energie kommt. Momentan fühlt sich alles ein bischen an wie nach der ersten Urlaubswoche Erholung. Ein seltsames Gefühl.

Sonntag, 29. Juni 2014

Rothsee

Lang ist es nicht mehr, bis zum 20.7. Am Rothsee will ich noch einmal alle Abläufe testen und auch ein bischen auf die Form schauen. Dummerweise macht sich Petrus mehr Sorgen um die Natur, als um die Triathlethen: es regnet. Nun, dann wird uns nicht so heiß. Bei Temperaturen von 14-16° und dem Windchill auf dem Rad muss man keine Sorge haben.

Beim Schwimmen stört der Regen überhaupt nicht.
Und so mache ich ein sehr flüssiges Rennen. Die Zeiten passen auch.
Besonders mit dem Laufen bin ich zufrieden - ich selbst habe nicht ganz so ausgesehen wie der Sportsfreund auf dem Bild ;-)

Einmal rechts und dann links vorbei und schon war das Rennen vorbei. Ein gelungener Test unter Wettkampfbedingungen und ein gutes Gefühl für Roth. Noch eine Woche Umfänge und dann geht es ins Tapering ...




Sonntag, 25. Mai 2014

Halbe Sache

Ich fahre nach Sankt Pölten, um eine 70.3 zu "machen". Freitag Nachmittag direkt aus der Firma raus und auf die Autobahn. Der Verkehr ist erträglich und ab und zu überhole ich ein vermutetes Triathleten-Auto. Woran man die erkennt? An diversen einschlägigen Aufklebern verschiederner bekannter Marken. Unspektakulär der Verkehr, das Abendessen um so mehr. Ich schlage mir den Bauch voll, denn am SOnntag gibt es wenig zu futtern.
Der Samstag startet mit dem üblichen Trott: Frühstück, Einchecken, Gelände sondieren, Wege einprägen, über die Messe schlendern, ein paar Meter radlen, laufen, schwimmen. Abends ergattere ich erfolgreich den letzten freien Platz im Restaurant und sehe zu, dass ich nicht verhungere. Der Grieche gibt sich große Mühe mich zufriedenzustellen.
Raceday
Frühstück um 5:00 Uhr. Letzte Handgriffe am Fahrrad, Kontrolle der Wechselbeutel und dann geht es zum Schwimmstart. Zuerst sind die Profis dran. Meine Startwelle legt um 7:15 los. Ich schwimme hinten, bekomme wenig Schläge und finde schnell mein Tempo. Ein kurzer Landgang von 270 Metern, um den See zu wechseln, dann nochmals 1000 Meter schwimmen. Soweit so gut. Die Zeit passt. Es geht zum Fahrrad.

Die Strecke ist klasse. Landschaftlich sowieso. Das Highlight kommt gleich zu Anfang: 18 Kilometer Autobahn! Jawohl, die ist für Autos gesperrt. Es rollt richtig munter dahin bis es dann hinunter und in die Hügel geht. Am Fluß entlang und dann hinein ins Gebirge. Diese zweite Steigung ist lang und steil.Und kostet Körner, oder habe ich die schon auf der Autobahn gelassen? Egal, 90 km sind überschaubar und dann sind es ja nur noch 21 km zu laufen.

Die Jagd auf dem Fahrrad ist zu Ende. 3 Stunden, 30er Schnitt. Meine Schuhe wollen irgendwie nicht aus den Pedalen und die Stop-Linie ist pötzlich direkt vor dem Reifen. Runter vom Rad und rein in die Wechselzone. Mit Laufschuhen an den Füßen geht es hinaus. Die Strecke ist 10 km lang und muss zwei Mal durchlaufen werden. Das ist überschau- und zählbar. Runde eins geht flüssig. In der Runde zwei merke ich, dass ... fehlen hier etwa Körner? Ich wollte zwar nur an den Verpflegungstellen gehen, aber nun erlaube ich mir doch zwischendrin ein paar zusätzliche Meter Gehen. Wobei meine Zeit nicht so schlecht ist. Die Uhr ist knapp über der 2 h Halbmarathonzeit. Und dann kommt der Zielkanal. Hier geht noch ein bischen was.

Finish. Verpflegung und eine Dusche im Eishockeystadion. Es war ein schönes Rennen, aber jetzt bin ich erstmal platt.

Sonntag, 13. April 2014

Zweisport

Wettkampfroutine will ich sammeln. Möglichst bald im Jahr. Noch vor St. Pölten. Und weil zu dieser Jahreszeit kaum Triathlons stattfinden, sattle ich auf Duathlon um. Ist ja ziemlich ähnlich. Ansbach ist das Ziel: 10-40-5.


Das Wetter war ok. Die Laufstrecke flach. Die Radstrecke besonders: ca. 8 km lang, 5 Runden, ein richtig steiler Anstieg am Anfang und eine super lange Abfahrt wo man richtig Tempo machen konnte.
Gut organisiert hat das Rennen richtig Spaß gemacht und ich war auch einigermaßen realistisch unterwegs.


Mittwoch, 9. April 2014

Neues Gefühl

Die letzten Wochen haben u.a. dazu gedient das Thema "möglichst geringe Erschöpfung" anzugehen. Ich habe ein paar Euro in die Hand genommen und bin mit meinem Fahrrad zu Bodo Dresel gefahren, der viel Erfahrung mit der Einstellung von Sitzpositionen hat. In zwei Sessions haben wir meine Sitzposition auf dem Fahrrad und die Position der Füße auf den Pedalen verändert und ....
Es ist richtig Klasse: die Beine kurbeln einfach und ich merke nichts davon. 80 km Radfahren und noch 12 km Laufen oben drauf. Es läuft alles wie von alleine. Ok, nachdem ich mit dem Auflieger tiefer liege, merke ich (noch) den Nacken, aber das wird auch (schon) besser.
Für diejenigen, die denken, das wäre sehr teuer gewesen: nein, war es nicht. Die Arbeit wiegt weniger als die auszutauschenden Teile (Sattelstütze, Sattel, Vorbau). Da habe ich gemerkt, dass mein Schätzchen schon ein reifes Mädchen ist und nicht mehr ganz kompatibel mit den neuen Standards. Aber wir haben es geschafft und ich genieße das Ergebnis. Am Wochenende geht's zum Duathlon in Ansbach.

Dienstag, 25. März 2014

Schwarz und Weiß

Am Wochenende hat wieder einmal der Winterwaldlauf stattgefunden. In den letzten Jahren bin ich da nicht mehr gestartet - warum auch immer. Dieses Jahr habe ich mich spontan entschieden wieder einmal teilzunehmen und ein 15km Trainingsläufchen unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren. Das Wetter war nun nicht wirklich optimal: leichter Regen bei Temperaturen um die 10°. Trotz des Wassers von oben verzichte ich auf eine Jacke, denn warm wird mir allemal. Oder um es mit den Worten eines anderen Teilnehmers zu sagen: Wem da kalt wird, der läuft zu langsam.
Tempomäßig will ich schon angreifen. Am Donnerstag davor habe ich 15 km gemacht (allerdings bei 17° und Sonne) und war locker unter 5:30 gelegen. Vorrangig ist jedoch, möglichst schnell mein Tempo und den Rythmus zu finden, leicht und locker zu laufen und das Tempo konstant durchzuziehen. Die Strecke von 5k muss 3 Mal durchlaufen werden, also bekomme ich diese leichten Steigungen ebenso oft unter die Füße.
Und es läuft sich gut. Es läuft gut. Im letzten Drittel der dritten Runde kann ich sogar noch etwas Gas geben - leicht halt, ohne zu übertreiben. Und so wird es eine Zeit von 1:18 h entsprechend einem Tempo von 5:15. Das auf die Marathon-Distanz entspräche einer 4 h Zeit. Ich bin zufrieden. Für Ende März ist das nicht schlecht.
Soweit der schöne Teil des vergangenen Wochenendes. Der unschöne Teil ist: ich hatte irgendwo das Fenster offen stehen und schlage mich jetzt mit einer Erkältung herum. Nicht nett, diese Rüsselpest.

Freitag, 7. März 2014

Zwischenstand

Das Leben ist momentan eines der härtesten. Alle Baustellen wollen gleichzeitig bedient werden. Die Firma, die Familie und und und ... und dann will ich auch noch Triathlon machen - Langdistanz. Leicht ist das nicht. Und dabei zählt die Uhr unaufhörlich runter. 134 Tag sind nix ...

Um zu sehen, wie fit ich bin, mache ich in Nürnberg eine Leistungsanalyse. Das ist nicht ganz billig, aber sein Geld wert (und hoffentlich übernimmt die Krankenkasse einiges). Herzultraschall, Laufband, Tretmaschine (Fahrrad kann man das ja nicht nennen) stehen auf dem Programm.
Und das Ergebnis sieht gut aus: Die Pumpe ist ok. Der Leistungsstand ist auch so, dass ich mich auf die Langdistanz wagen kann. Sagt Werner, der Mann der sich auskennt und selbst schon 2x auf Hawai gestartet ist. Dennoch geht er mit mir ins Gericht. Ich soll mehr GA1 trainieren und mehr Rumpfstabi machen. Ich kann ihm nicht widersprechen und werde mein Programm ausbauen. Es ist ja noch ein bischen Zeit.
(Anmerkung zum Bild: Ich habe kein Bäuchlein, sondern ein Hohlkreuz. Das muss besser werden, sonst wird es weh tun. Sagt Werner. Deswegen Stabitraining.)


Werner gibt mir noch einen ganzen Korb voll Tips und ich sehe zu, dass ich mir das alles merken kann. Er schlägt mir noch ein paar Termine mit Vorbereitungswettkämpfen vor und worauf ich dabei achten sollte. Oh ja, das wird anstrengend. Aber es motiviert und voller Elan bastel ich an meinem Trainingsplan. SOO viel Zeit ist nicht mehr.

Sonntag, 21. Juli 2013

Kräftig, Stark, Lalalahm

Immenstadt. Nicht ganz ohne Grund als der Saisonhöhepunkt zu bezeichnen. Höhepunkt ist hier die Radstrecke als solche. Nun - ich will der Reihe nach berichten.
Freitag habe ich mir einen Tag Urlaub genommen. Wenn Samstag früh um 8 Uhr Start ist, dann ist das gerechtfertigt. Und so komme ich Freitag Mittag mit meinem Wohnwagen auf dem Alpseecampingplatz an. Ein kleiner funktionaler Campingplatz mit einem modernen Zentralhaus. Praktisch hier ist, dass der Start (5 min) und die erste Wechselzone (2 min) zu Fuß zu erreichen sind.


Ich schau mir das Gelände an und freue mich über das saubere Wasser im See. Bevor es Abends zur Wettkampfbesprechung geht, geht noch ein kleiner Schauer runter. Kein Problem, dann ist die Luft morgen nicht so geladen - zumindest nicht wetterseitig. Die Startnummernausgabe und die Besprechung laufen professionell ab.


Samstag früh beginnt die übliche Routine: Anziehen, Frühstücken, Fahrrad einchecken.


Wegen der Nähe gönne ich mir den Luxus nochmal zu Campingplatz zurückzugehen, und die restlichen Tüten zu holen. Beutel abgeben. Fühlung mit dem Wasser aufnehmen und schon geht es los. Zunächst geht es raus auf den See, dann wieder zum Ufer zurück. Leicht schräg, damit die höher steigende Sonne nicht so sehr blendet. Ein freundliches Segelboot dient mir als Wegweiser und Markierung, später sehe ich auch den Zielbogen. Ich bin es diesmal langsam angegangen, um nicht gegen die Mauer zu schwimmen. Und damit geht der "Rückweg" wunderbar. Gleichmäßig, mit Rythmus. Ich habe das Gefühl für meine Verhältnisse schnell zu sein. Beim Ausstieg wird es flach, so dass ein paar Meter im Wasser zu laufen sind, dann gibt es Teppich.

Hinein in die Wechselzone und raus aus dem Neo. Gleich von der Startlinie an geht es leicht bergauf. Dann hinein nach Immenstadt und dort zum Kalvarienberg. Der hat 18 Prozent Steigung und ist knapp 1 km lang. Heftig aber machbar. Danach geht es ab- und aufwärts nach Martinszell wo es gilt, einen serpentinenförmigen Fußgängerweg hochzufahren. Es geht erstaunlich leicht. Ab Niedersonthofen wird es heftig. Auf 4-5 km fährt man eine Steigung von 6 - 10 Prozent hinauf.

Immer wenn man denkt, es wäre geschafft, geht der Anstieg hinter dem nächsten Baum weiter.


Die Belohnung für die Qualen folgt bald darauf: zwei Gefällestrecken mit 12-14 Prozent. Schnell sein ist schön, aber bei 50 km/h fange ich an zu bremsen. Einige Scheiben wummern da mit deutlich höherem Tempo an mir vorbei den Berg hinunter. Bei Missen gibt es noch einen langgezogenen Anstieg, der allerdings nicht so steil ist. Wenn man diesen geschaft hat, rollt man wieder nach Immenstadt hinunter. Und beginnt Runde zwei. Die Strecke ist anstrengend, aber machbar. Zwischendrin hatte ich mal einen kleinen Pieks im rechten Knie, sonst war alles ok. Wie gut, dass ich Steigungen trainiert habe.
Die Anfahrt auf Wechselzone 2 führt durch Immenstadt hindurch. Man steigt ab, das Rad wird einem abgenommen, man läuft zu den Beuteln, wo einem der eigene quasi aufgedrängt wird. Die Helfer hier sind fantastisch. Mit Megaphonen wirden die Startnummern weitergegeben, da so der Beutel schneller bereit ist, als man hinlaufen kann. Im Wechselzelt schnell in Strümpf und Schuhe hinein - und die Überrest der Gels ausladen.
Mit einer Stadionrunde geht es auf die Laufstrecke. Eine Strecke mit zwei Pendelästen. Eine Ende liegt in der Stadt. Über den bevölkerten Marktplatz und zurück. Dann geht es wieder durch das Stadion und hinaus, wo es leiser und beschaulicher wird. Und schattig ist. Das ist sehr angenehm. Die 30° kommen mir gar nicht so heiß vor. Ich bin bei ca. km 7 als das Drama beginnt. Rechtes Knie und linke Leiste melden sich. Nicht schön. Ich versuche das Problem zu kontrollieren, indem ich an den Verpflegungsstellen gehe. Nach einer Weile reicht das nicht. Ich werde langsamer. Bewußtes Anziehen des Tempos führt zu deutlichem Schmerz, nichts was ich noch "wegdenken" kann. Also dann ... Schadensbegrenzung. Ich verabschiede mich von der sub 6 und gehe auf das letztmögliche Ziel: finishen. Und auch das fällt mir schwer, sehr schwer. Ich gehe immer öfter - das geht. Nur habe ich keine Lust auf Wandertag. Dass ich quasi durchgereicht werde interessiert und stört mich nicht. Ich weiß, dass ich die Energie hätte, nur die Orthopädie nicht mitmacht. Ich feixe mit dem Fotografen auf dem Weg zum letzten Wendepunkt. Er sagt, das Bild wäre gut geworden.


Wieder antraben ... Nur noch vier Kilometer - meine vier längsten. Da hilft es nichts, die Distanz mit heimischen Laufstrecken zu vergleichen. Abzubrechen geht mir auch durch den Kopf, komischerweise nie so wirklich ernsthaft. Immer wieder gehe ich und überlege, wie ich die Stadionrunde hinbekomme. Dort zu gehen wäre mehr als ... unpassend. Die letzte Rampe - eine von dreien auf der ansonsten wirklich flachen Strecke. Um zwei Bäume rum und dann bin ich im Stadion. Es fühlt sich wahrlich nicht gut an, aber ich schaffe es die Runde ohne Unterbrechung zu laufen. Normalerweise würde ich hier versuchen nochmal anzuziehen. Heute jedoch nicht. Zielbogen.


Langsam schiebe ich mich in Richtung Verpflegung, atme Getränk und Kuchen ein. Dann nutze ich den Massageservice. Zwei Mädels geben sich große Mühe meine Schmerzen zu lindern. Und es gelingt auch für eine Weile. Ich sammle meine Tüten und das Fahrrad ein und radle zurück zum Campingplatz. Hier merke ich so langsam wie kaputt mein "Fahrgestell" ist. Ich kann kaum aus dem Sitzen aufstehen, weil mir im linken Bein die Stabilität in der Leiste fehlt. Das rechte Bein funktioniert auch nur im ausgestrecketen Zustand. Nicht witzig. "Das ist der Finisher-Schritt" wird mir im Restaurant zugerufen.
Nun - ich denke ich habe ein Gefühl für "die zweite Hälfte" bekommen. Vielleicht ist es auch nur ein Vorgeschmack. Oder gar nicht vergleichbar. Jedenfalls werde mich noch eine Weile mit dem "Gefühl danach" beschäftigen. Erlangen muss ich streichen. So schnell kommt das nicht wieder in Ordnung. Nichtsdestotrotz ein ordentliches Saisonende.

Montag, 1. Juli 2013

CST 2013

Der Chiemsee Triathlon, Mitteldistanz 2-80-20. Nachdem ich letztes Jahr nicht dabei sein konnte, hat es dieses Jahr geklappt.
Ich hole ein bischen aus, denn ich war in den letzten Tagen doch ein bischen schreibfaul. Anfangen sollte ich beim Tapern. Ja, und bedanken bei meiner Firma, die mich darin unterstützt hat, nicht zu viel zu trainieren. Von Tag zu Tag ist das Gefühl stärker geworden, dass ich immer schwächer werde. Erst als ich am Freitag Abend mein Fahrrad zerlegt und im Kofferraum verstaut habe, kam so gaaanz langsam das Gefühl, dass ich einigermaßen vorbereitet bin.
Samstag Morgen flüchte ich aus dem heimischen Regen, um in den Regen hineinzufahren. Leichter Regen und ziemlich trübe Sicht empfangen mich in Chieming.

Immerhin kann man die Schwimmstrecke erkennen. Und sie ist deutlich markiert. Die Landezone ist auch ok. Wie gut sie ist, merke ich beim Schwimmausstieg selbst.

Es folgen die üblichen Dinge: Startunterlagen holen, Fahrrad einchecken, Wechsel- und Zielzone besichtigen, allgemeine Orientierung erlangen. Ach so - Müllsäcke kaufen, um das Fahrrad notdürftig vor dem Regen zu schützen. Ich habe (noch?) nicht diese schönen Hüllen, wie es sie bei Ironman und anderen Veranstaltungen gibt. In der Unterkunft bekomme ich auch ein gutes Abendessen und gehe ungewohnt zeitig ins Bett.
Raceday. Ich bin um 5 Uhr wach und denke, dass das nicht sein kann. Also umdrehen und weiterschlafen. Frühstück um halb acht, Schwimmstart um neun. Bei den kurzen Wegen ist das kein Problem. Ich kontrolliere mein Rad, platziere die Flaschen und Verpflegung. Dann ein bischen Aufwärmen und hinein in den Neopren. Das Wasser des Chiemsees hat gepflegte 16,4 Grad. So jedenfalls wurde es auf der Wettkampfbesprechung angekündigt. Einige Schwimmzüge der Gelenkigkeit wegen müssen reichen. Dann heißt es in die Startzone zu gehen und los ...


Wie üblich werde ich von vielen anderen Schwimmern überholt. Das ist nichts Neues. So habe ich irgendwann freie Bahn. Nur wenige andere Schwimmer "kreuzen" meine Bahn - und umgekehrt ;-)
Das erste Drittel habe ich das Gefühl mit angezogener Handbremse unterwegs zu sein. Dann wird es besser und langsam bin ich auch auf dem Rückweg. Mit dem guten Gefühl, nicht der Letzte zu sein, geht es stetig weiter. In der Hafeneinfahrt wird es kurz "eng". Wo Boote einfahren, werden wohl zwei oder drei Triathleten hindurch passen. Dann habe ich den Ausstieg vor der Nase. Die Helfer stehen präzise an der Kante zum Kies, so dass ich sofort und ohne Schwächeln stehe und gaaanz langsam antrabe.

Wechseln. Raus aus dem Neo, diesen rein in die Tüte. Ich pokere hoch. Es ist immer noch trübe und ich nehme keine Jacke oder Ähnliches aufs Rad mit. Mein Mut wird später mit Sonnenschein belohnt werden. Bis dahin ist es allerdings ein bischen frisch. Ab und an fahre ich durch eine Warmluftzone. Die Rad-Strecke ist abwechslungsreich und wellig genug. Keine Steilstücke sondern eher längere Anstiege. Und schnell. Für mein Gefühl sehr schneller Asphalt. Ich fahre einen Schnitt von 30,9 km/h auf die 80 Kilometer. Dabei ist die zweite Runde genauso schnell wie dies erste. Ich bin sehr zufrieden. Alle 20 km gebe ich mir ein Gel; trinken muss ich eher weniger. Es ist halt doch noch recht frisch. Begeisternd sind die Anwohner, die an der voll gesperrten, gut gesicherten und ausgeschilderten Strecke jeden anfeuern. Nur am Golfplatz gibt man sich eher verhalten und übt das Putten.
 Dann geht es wieder in die Wechselzone. Aus den Schuhen bin ich längst raus. Neue Strümpfe und andere Schuhe - dann geht es auf die Laufstrecke. Inzwischen ist die Sonne herausgekommen und es ist richtig super Triathlonwetter. Die Temperatur liegt bei irgendwas 20 Grad plus x. Erst geht es mit zwei leichten Anstiegen am See entlang, dann auf die Höhe und oben wieder zurück zum Zielbereich. Vier Runden mit ca. 5 km müssen für die Mitteldistanz absolviert werden. Vier klingt viel. In der Rückschau sage ich: gerade genug, um die Strecke kennen zu lernen. Schon auf der ersten Runde raste ich hinter Susi ein.Und komme nicht weg von ihr. Sie läuft mein Tempo. So um die 5:45. Und nach wenigen Schritten laufen wir im Gleichschritt. Ich will und sollte nicht schneller und nutze die Gelegenheit, mich ein bischen pacen zu lassen. Das geht perfekt fast 2 Runden lang. Dann lässt sie nach und ich gehe vorbei. Hält sie mit? Ja - zwar etwas weiter hinten, aber sie kommt mit. Ich schau mich immer wieder um, mache etwas langsamer an den Verpflegungsstellen. Wir bleiben beisammen. Am Eingang der letzten Runde bekommt Susi mentale Unterstützung von einer Freundin (?) und zieht wieder vorbei. Im gewohnten Trab laufen wir weiter. Ich könnte sie nicht überholen, selbst wenn ich wollte. Ich würde platzen. Später vielleicht, kurz vor dem Ziel? Auf dem Rückweg, nur wenige hundert Meter vor dem Ziel, geht es leicht bergab. Und hier ziehe ich an. Nein - es ist kein Spurt. Nur ein bischen schneller. Weil's bergab geht. Und viel hole ich nicht heraus, ein paar Sekunden.

Im Ziel angekommen drehe ich mich um und sehe Susi bereits im Zielkanal. Wo sie angekommen ist, bedanke ich mich, wir klatschen uns ab und freuen uns über das gelungene Rennen. 5 Stunden 42 Minuten. 12 min über meiner Wunsch-Zielzeit. Passt. Super gleichmäßiges Rennen. Kein Schwächeln, kein Einbruch, nichts. Auch das Schwimmen war trotz leichter Wellen verhältnismäßig schnell. Gerne wieder, nur für diesmal reicht es.
Dank an Sven Hindl und seinen Helfern für die gute Orga, den Anwohnern für ihre Geduld mit den gesperrten Straßen und all den Zuschauern.

Dienstag, 4. Juni 2013

Hochwasserabsage

Der Kallmünzer Triathlon ist verschoben auf Ende Juli. Die Hochwassersituation durch die Regenfälle der letzten Tage - um nicht zu sagen, Wochen - zwingt die Veranstalter dazu. Schade. Für die Veranstalter und auch für mich. Den Nachholtermin am 27.7. werde ich nicht wahrnehmen, da er nicht in meine Zeitplanung hineinpasst. Und damit geht es als nächstes auf die Mitteldistanz.

Sonntag, 19. Mai 2013

Bergauf - Bergab in Altenkundstadt

Das war er nun, der erste Triathlon der Saison. Das Wichtigste zuerst: Das Wetter war sehr schön sonnig, über 20°C,  und hat bis zum Schluss gehalten. Erst als ich auf dem Heimweg war, hat der Himmel seine Schleusen gaaaanz weit geöffnet.

Und dann war da noch die Wassertemperatur. Es hat wohl zwei Thermomenter gegeben. Das der Triathlon-Offiziellen und das der DLRG. Die Offiziellen haben die Temperatur auf 15°C festgelegt und die Strecke auf 1000m verkürzt. Ich habe nicht in Erfahrung bringen können, was die DLRG gemessen hat. Vielleicht wollte ich es auch nicht, ich wollte ja auch keinen Duathlon machen. Meine Lippen und Füsse haben allerdings Eiswürfel-Alarm ausgelöst.

Aus irgendwelchen Gründen wurden die beiden Wellen für den Männer-Schwimmstart zusammengelegt und dann waren das ganz schön viele Leute (ca. 120) für das schmale Flüsschen. Zuerst wurde mit, dann gegen die Strömung geschwommen. Auf dem "Runterweg" konnte ich mich ganz gut aus den Schlägereien heraushalten. Der "Raufweg" war allein schon wegen der Gegenströmung langsamer. Und dann habe ich wohl auch bei den "Kollisionen" Zeit verloren, da ich dann sicherheitshalber ein paar Züge im Bruststil geschwommen bin. Fazit: Beim Schwimmen habe ich die Zeit verloren.

Es folgte ein zügiger Wechsel aufs Rad. Ich bin gut aus dem Neo herausgekommen. Der Kreislauf war auch mit mir. So ging es auf die Radstrecke. Ein kurzes Vorgeplänkel und schon ging es in eine 13%-Steigung. Später kam noch eine ca. 10% Steigung mit 90°-Knick. Dazwischen: bergauf und bergab.Das fordert. Und diese Strecke von 10 km musste 4x durchfahren werden. In wunderschöner Landschaft war die vierte Runde dann doch schon sehr vertraut. Mein Ding ist das nicht. Ich hatte Angst mich beim Rundenzählen zu verzählen. Die Abfahrten haben mir Spass gemacht. Zwischen 40 und 50 km/h die Hügel runter macht Laune.
Ein weiterer guter Wechsel und dann ging es auf die Laufstrecke. Zunächst bin ich mit einer Wahsinns-Pace losgerannt. Schnell habe ich versucht runterzuregeln. Ja - ok - irgendwie ging es nicht langsamer als eine 5er Pace. Wenn das mal gutgeht, dachte ich mir. Bis knapp 5 km ging es gut, dann lies das Tempo auch nach. Ich orientiere mich an der Herzfrequenz und bleibe in der Mitte der Kraftausdauer. Naja, nicht ganz optimal. An den Wasserstationen verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen und gehe während des Trinkens. Danach aber gleich wieder auf Tempo.

Dann höre ich das Ziel und sehe die Menge. Gemein - wir müssen erst noch aus dem Ort hinauslaufen, zum Wendepunkt und dürfen dann erst ins Ziel. Sind ein bischen mehr als 1,5 km. Das ist auch noch zu schaffen. Auf die letzten 300m kann ich mein Tempo nochmal zaghaft erhöhen und bin dann endlich im Ziel.

Anstrengend wars. Rad und Laufzeiten liegen sehr genau bei den Werten der vergangenen Saison. Das ist ok. Nur das Schwimmen wurmt mich. Ich war ja langsamer, als im Schwimmbad ohne Neo. Nun, das Bergauf-Schwimmen übe ich dann nochmal in Kallmünz.

Sonntag, 17. Februar 2013

Pläne und Ideen für 2013

Das sind die Ideen für 2013:


12.05.2013 Halbmarathon Regensburg 21k (noch nicht sicher)

19.05.2012 Baur Triathlon Burgkundstadt  1,5/40/10

08.06.2013 Triathlon Kallmünz 1,5/42/10

30.06.2013 Chiemsee Triathlon 2/80/20

20.07.2013 Allgäu Triathlon Immenstadt 2/80/20

04.08.2013 Triathlon Erlangen 2/80/20

22.09.2013 Rad Touristik Fahrt Erlangen  152k

Dienstag, 1. Januar 2013

Rückblick

Allen meinen Lesern wünsche ich ein gutes und erfolgreiches Jahr 2013. Und dabei ganz viel Gesundheit.

Zurückblickend auf 2012 ist das Thema Gesundheit ein spezielles. Ich habe mir schon beizeiten im Jahr Probleme mit dem rechten Knie eingefangen. Die Ursache ist immer noch nicht klar. Klar ist lediglich, dass es langsam besser wird. Ich laufe schon wieder 7 km-Strecken - sehr vorsichtig und ohne Schmerzen. Ich merke aber auch eine Dysbalance zwischen linkem und rechten Bein. Das Rechte muss wieder stärker werden.
Heftig ist der Infekt gewesen, den ich mir vor Pfingsten zugezogen hatte und der mich 2 Wochen rausgeblockt hat. Das war kein Spaß und auch der Grund für die Absagen nahezu aller Wettkämpfe. Inzwischen ist das Immunsystem wieder einigermaßen auf der Höhe. Es kommt langsam alles wieder zurück.
 
Vor diesem Hintergrund bin ich froh, dass ich es geschafft habe, den Erlanger Triathlon zu bestreiten. Mehr als die Kurzstrecke war nicht drin. Weder vom Startplatz noch hinsichtlich meines Trainingszustandes. Es war dennoch schön.

Die Planungen für 2013 sind schon in vollem Gange. Meine bisherigen Ideen sind schon mit den familiären Plänen abgestimmt. So gesehen bin ich guter Dinge und freue mich auf die kommende Saison.