Sonntag, 7. März 2010

Bitte wenden!

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Jagd nach der Sonne. Das bedeutete, dass die Sonne mich richtiggehend aus dem Büro gelockt hat. "Ich gehe mal Cabrio fahren" - naja, mangels Cabrio bin ich halt mit Weste gelaufen, da fehlen die Ärmel. Bei 6-7°C kein Problem.
Eine Jagd war es dann auch. Intervall- und Tempoläufe standen auf dem Plan. Und die wollte ich absolvieren bevor die Sonne untergeht. Der Winterwaldlauf kommt stetig näher, da gilt es anzugreifen. Plan erfüllt, Sonne getankt. Alles prima.
Bis Samstag Morgen. Über 10 cm Neuschnee! Super - haben die Wetterfrösche recht gehabt. Und weil der Schnee so viel Spaß macht, bin ich 20 km mit dem Mountainbike gefahren. Hoher Schnee, weniger Schnee, platter Schnee, geräumter Schnee. Weg für das Räumfahrzeug freigeben. Hohe Trittfrequenz, niedriger Puls. Perfekt.
Heute Morgen dann die Steigerung. Nicht nur hinsichtlich der Temperaturen: -10°C.
Wohlweislich habe ich die längst weggeräumte Thermounterwäsche wieder hervorgeholt. Warm angezogen ging es im Sonnenschein am Kanal entlang. Nach 55 Minuten bitte wenden. Die selbe Strecke zurück, damit die andere Körperhälfte auch ein paar Sonnenstrahlen abbekommt. Das Licht kommt nun von hinten und ich kann die Schnee- und Eiskristalle beim Auftreten aufstauben sehen. Wieder und wieder tauchen die Schuhe in den lockeren Schnee ein. Genuß pur.

Dienstag, 2. März 2010

Entwarnung

Chatten, Fotos austauschen. Eine Stunde lang.
Jetzt weiß ich, dass es allen Freunden in Chile gut geht.

Lebenszeichen

Erleichterung ist angesagt. In der Nacht ist ein Lebenszeichen per E-Mail gekommen. Außer kleineren Schäden am Gebäude ist bei Patricia nichts passiert. Was tut diese Nachricht gut.

Montag, 1. März 2010

Chaos am anderen Ende

Wenn gestern noch Ordnung war, dann heute bestimmt nicht mehr.
Es ist ja nicht das erste Erdbeben, das uns in der letzten Zeit aufgerüttelt hat.
Dieses Mal ist es anders. Ich bin betroffener. Freunde sind betroffen. Meine Freunde in Chile.
Auch wenn sie über 350 km vom Zentrum des Erdbebens entfernt leben, ist doch davon auszugehen, dass sie irgendwie betroffen sind. Wenn sogar Santiago betroffen ist.
Was sicher ist, dass Telefon und Computer nicht gehen. Kein Strom? Keiner weiß sicher, was geht oder nicht und vor allem wo.
Jedenfalls kann ich sie nicht erreichen. Helfe mir mit Livestreams, Chatrooms und anderen Informationsströmen, die ich irgendwie via Internet erreichen kann.
Als ob das Beben in der Nacht zum Samstag nicht schon gereicht hätte. 8.8 auf der Richterskala. Letzte Nacht noch ein "Nachschlag" mit einer Stärke zwischen 6 und 7.



Es tröstet nur ein bischen, dass Sonja und Luis in einem Bungalow-ähnlichem Haus wohnen. Aber was ist mit Patricia, Juanjo und den Kindern? Sie wohnen in einem x-stöckigen Wohnblock.

Ich suche weiter nach Informationen und nutze die Wahlwiederholungstaste.