Sonntag, 13. März 2011

3-fach

Am Samstag: Mit etwas Verzögerung ging es auf die morgendliche Laufrunde. Meine Frau hat einen Versuch unternommen, mich zu überreden noch ein bischen liegenzubleiben. 10 Minuten hat es geholfen. Dann bin ich aber los. Und das richtig.
Gleich zu Beginn begrüßen mich zwei Hasen. Über den Kanal hinüber rennt wieder an der selben Stelle der wahrscheinlich selbe Hase vor mir davon. Heute hört er allerdings auf mich und hält an, als ich im zurufe, dass er nicht davonlaufen braucht. 2 Kilometer weiter sitzt ein prächtig großes Exemplar eines Greifvogels auf dem Weg. Wo ich mich nähere entfaltet er seine Schwingen und erhebt sich in die Luft. Gefolgt von einem zweiten Exemplar, das in den Bäumen gesessen hat. Noch 1,5 Kilometer weiter sehe ich zwei Schwäne im Wasser. Einer von beiden gibt mir die Ehre und entfaltet sein Gefieder zu voller Pracht, schlägt zweimal damit und faltet es wieder zusammen. Unglaublich dieser Morgen. Und das bei kühler Luft und schönstem Sonnenschein. Ich danke der Natur, der Schöpfung und wem-auch-immer für diese drei Erlebnisse.

Die Familie rät mir, das schöne Wetter zu nutzen und die Eröffnung der Grillsaison auf Sonntag zu verschieben. Ich habe frei, um eine Radltour zu unternehmen. Zweimal sagen lasse ich mir das nicht.


Die erste Ausfahrt auf dem Triathlonrad in diesem Jahr wird etwas über 50 km lang und enthält - wie kann es anders sein - einen Stop auf der Baustelle.


Und am Sonntag? Ins Bad. 1500 m Kacheln gezählt. Die Kinder haben sich in der Zeit alleine beschäftigt. Als ich mit meinen Bahnen durch war, haben wir noch gemeinsam das Kinderbecken zu Kochen gebracht. So muss das sein.

Sonntag, 6. März 2011

5 Hasen

Ich weiche aus auf das Fahrrad. Die viele Lauferei ruft nach Abwechslung. Also statt langsamer 18 km LaLaLa knapp 30 km gemischtes Radfahren. Es hat um die null Grad. Ich hab auch nicht so viel Zeit, denn der Familiensonntag hat einiges an Programm parat.
Also mal kurz nach Erlangen und zurück. Ich beobachte, wie die Sonne versucht, sich durch die Wolken zu kämpfen. Gestern fiel ihr das leichter. Und es war klarer. Dafür kann ich heute ein Foto machen.


Auf meinem Weg kann ich auch wieder Hasen beobachten. Insgesamt sind es fünf. Der letzte ist der Größte. Das ist nicht nur auf seine Körpergröße bezogen. Sondern auch auf seine Art davonzuspringen, als ich mich nähere. Er flüchtet nicht. Und er hoppelt nicht. Seine mittelgroßen Sprüngen vermitteln den Eindruck, dass er vollkommen Herr der Lage ist und mit mir Mensch nichts zu tun haben will. Dass er einfach Platz macht, wo doch so viel Platz für uns beide vorhanden ist. Er hat etwas majestätisches an sich. Und ich fühle mich seltsam berührt.

Samstag, 26. Februar 2011

Split-Tempo

Ist es der Job oder das Training? Wenn ich auf meine Arbeitszeiten schaue, dann tendiere ich dazu zu sagen: der Job.
Ich fühle mich relativ ausgelaugt. In den letzten beiden Wochen waren nicht mehr als 3 Einheiten pro Woche möglich. Und die nächsten beiden Wochen wird es jobbedingt nicht anders sein. Vielleicht schaffe ich es, noch eine kleine Athletik-Einheit einzubauen. Die Reize aus Intervallen und Tempoläufen kommen gut an. Trotzdem muss ich vielleicht für den Winterwaldlauf auf das Realziel und nicht auf das Optimalziel gehen. Das wird sich am Wettkampftag selbst zeigen.
Für heute morgen hatte ich eine flexible Lauf-Einheit geplant. Wenn ich rechtzeitig aufwache, dann gehe ich laufen. Ansonsten bleibe ich im Bett. Ich bin rechtzeitig aufgewacht und bei minus 5,5°C raus zum Laufen.
Auf einen Tempo-Lauf auf Asphalt hatte ich nicht wirklich Lust. Also starte ich in die andere Richtung zu den Feldern und Wiesen am Kanal. Warmlaufen! Nach 2 Kilometern juckt es mich in der Zehenspitze. Ein bischen Tempo wäre doch nicht schlecht. Also auf 4:50 beschleunigen. Und wider Erwarten geht es gut. Tempo halten bis zur Brücke. Die Brücke nehme ich langsam, der Höhenunterschied lässt den Puls auch ohne Tempo nach oben schnellen. Nach der Brücke noch ein bischen runterkommen und dann wieder Gas geben. Es läuft sich gut. Die Sonne kommt raus und es macht immer mehr Spaß. Also doch ein Tempoläufchen. Ich lass mich drauf ein. 1,5 km vor dem heimischen Ziel bremse ich ab und laufe aus. 6 km Tempolauf - von 7 geplanten Kilometern. Da bin ich doch mit mir zufrieden. Manchmal muss man einfach flexibel sein.
Und auch etwas anderes hat mich positiv gestimmt: ich habe den ersten Feldhasen dieser noch jungen Saison gesehen. Außerdem habe ich einen Schwan im Tiefflug an mir vorbeiziehen sehen. Diese Momente sind das Salz in der Lebenssuppe. Danach noch zum Bäcker, die Geburtstagsbrötchen für meine Frau holen.
Und morgen wird nicht gelaufen - ich will mal wieder mit dem MTB durch die Gegend fahren.

Samstag, 19. Februar 2011

M45

Die Zeit vergeht und so kommt auch dieser Zeitpunkt: ich wechsle die Altersklasse, bin jetzt M45.