Sonntag, 6. Mai 2012

Läuft wieder

Der Doktor hatte das Laufen freigegeben. Ohne meine blaue Lizenz. Gewohnt zeitig am Tag bin ich unterwegs und genieße das morgendlich schöne Wetter. Die Sonne macht Anstalten sich durch die Wolken hindurchzukämpfen. Angesichts des gestrigen Wetter und der Vorhersage für heute ist diese Stund ein kleines Geschenk.
Aber nun zur sportlichen Seite: Die Laufabstinenz habe ich versucht durch Radfahren zu kompensieren. Vielleicht es das auch gelungen. Gefühlt ging es ziemlich zäh. Eingerostet habe ich mich gefühlt. Irgendwie mit angezogener Handbremse.
Wenn ich aber auf den Garmin schaue, dann war das aber gar nicht schlecht. Ohne besonderes Zutun ein 5:40er Schnitt. Streckenweise auch schneller. Zugegeben - ich habe lose Intervalle gespielt. Mal ein bischen schneller und wieder langsamer. So kurz vor Deggendorf will ich einfach wissen was geht. Und jetzt denke ich, dass das Ergebnis heute ausbaufähig ist. Es sind noch ein paar Tage, um den Rost loszuwerden. Deggendorf wird nicht super toll, sondern eher ein Trainingsrennen mit allen Rennphasen.
Zurück zur Gesundheit: nach den 9 km war das Knie noch i.O. Der Puls war auch in einem Bereich, wo ich sage, dass es passt. Und wo es jetzt draussen regnet, nutze ich die Gelegenheit der Regeneration auf dem Sofa.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Lizenz zum langsam Laufen

So langsam muss mein Knie wieder ran (dürfen). Die Veranstaltung in Deggendorf naht und lauftechnisch schaut es nicht gut aus. Zwei Wochen nichts gemacht? Ich will es gar nicht wissen. Unnötig zu sagen, dass ich bei diesen niederbayerischen Meisterschaften sowieso nicht in die Kämpfe um die Treppchenplätze eingreifen kann / will / werde. Nun es wird allemal eine Standortbestimmung, ein Saisonauftakt. Wenn das Wetter mitmacht wird es einfach nur ein schöner Triathlon. Aber zurück zum Hier und Jetzt.
Kurz und langsam soll es werden, dieses erste Läufchen. Das mit dem langsam klappt recht gut: 6:38 bis 6:45 zeigt der Garmin als Pace an.Das mit kurz schon nicht mehr ganz so. So um die 5 km habe ich meiner Frau gesagt. Aber was will man(n) machen. Strahlender Sonnenschein bei irgendwas 24°C, zwitschernde Vögel ... ich lass es laufen. Da vorne links, über die nächste Brücke zurück auf die andere Seite (da sind schon 2,5 km auf der Uhr). Durch den Wald - ganz grobe Himmelsrichtung - immer dem Weg lang ;-) Meine Seele baumelt und erfreut sich am Grün. Wieder und wieder gehen mir verschiedene Gedanken durch den Kopf - ohne Lösung, aber auch mit abnehmendem Streß.
Zwischendrin ein kleiner Pieks im Knie - das Fahrgestell mahnt. Ja doch, ich bin doch schon auf dem Heimweg. Der Trick mit dem Weg-Denken klappt. Und so zuckele ich weiter Richtung Heimat. Die Sonnenbrille macht das Gegenlicht weich.Ich biege in unsere Siedlung ein und kurz darauf stehe ich vor der Haustür. Ziemlich genau 1 Stunde für 8,5 km. Selten bin ich so langsam gewesen. Aber ich habe eine Lizenz dafür: blaues Kinesotape am rechten Knie.

Dienstag, 1. Mai 2012

3 Pässe

Nach zwei Runden auf der Erlanger Triathlon-Radstrecke klappt es schon viel besser. Der Geradeauslauf ist wieder ok. Das Trinken beim Fahren klappt auch schon wieder.
Wo meine Mädels heute morgen eigene Pläne haben, steht mir die Welt offen. Und so entscheide ich mit für meine knapp 70 km lange Tour über 3 Pässe. Diese Pässe sind ernstzunehmende Steigungen mit z.B. 15% (Rödlaser Berg) oder richtig schön langgezogen. Jedenfalls ist das jetzt gut, um die restlichen Muskeln aus dem Winterschlaf zu holen. Bei strahlendem Sonnenschein geht es also in Richtung Fränkische Schweiz.


Ich habe ein Gel dabei. So ein Probiertütchen. Wo ich es aufmache quillt mir eine zähe Masse entgegen, die mich an die noch flüssige Grundmasse von Bonbons erinnert. Und fast so fest ist es auch. Nun gut, wo es offen ist nehme ich es auch ganz. Aber ich werde bei meinem vertrauten Produkt bleiben ...



Auf der Straße

Jetzt geht es auch mit dem Rennrad auf die Straße. Und das tut richtig gut. Allerdings ist der Geradeauslauf noch nicht so gut. Die Rolle hat doch ziemlich stabilisiert.


Und wo das Wetter mitspielt sind 45 km eigentlich schon fast zu kurz. Aber als Anfahrt zum Bäcker durchaus zulässig ;-)